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Straßenaktion der Telefonseelsorge
Auch in Wien, Linz, Innsbruck und Klagenfurt wird diese Aktion von der jeweiligen Telefonseelsorge Stelle zeitgleich durchgeführt. Aktion am Samstag, 10.September 2011, 11.00 – 13.00 Uhr Alter Markt Salzburg Wir wünschen uns, dass sich die Leinen, die wir am Alten Markt spannen werden, mit vielen Gründen, das Leben zu lieben, füllen werden. Dazu werden Kärtchen vorbereitet mit der Aufschrift: „Ich liebe das Leben, weil….“ Diejenigen, die Karten ausfüllen und aufhängen, erhalten von der Telefonseelsorge eine kleine Überraschung. Hintergrund: Telefonseelsorge als Suizidprävention Die Telefonseelsorge ist als Suizidprävention entstanden. 1953 war in den Londoner Zeitungen das Inserat zu lesen: „Ruf mich an, bevor du dich umbringst!“ Das Echo auf diese Einschaltung war gewaltig. Die Idee, sich über das Telefon Hilfe zu holen, breitete sich über den ganzen Kontinent aus. 1956 wurde die Telefonseelsorge in Deutschland gegründet, 1966 in Österreich. Nach Angaben der WHO sterben jährlich eine Million Menschen durch Suizid. Allein in Österreich waren es im Jahr 2009 über 1200 Menschen. Ein Drittel davon Frauen, zwei Drittel Männer. Es gibt doppelt so viele Suizidtote wie Verkehrstote. Beim Weltkongress der Telefonseelsorge in Wien (10. – 14. Juli 2010), an dem auch die Telefonseelsorge Salzburg in der Konzeption und Durchführung mitwirkte, war die Suizidprävention ebenfalls ein wichtiges Thema. 1100 TelefonseelsorgerInnen aus 25 Ländern setzten sich mit den „Alternativen zur Gewalt“ auseinander. Durch den weltweiten Suizidpräventionstag soll die Bewusstseinsbildung verstärkt werden. Wer Suizidgedanken hat, will nicht unbedingt sterben, sondern die Ausweglosigkeit und den seelischen Schmerz beenden. Was kann die Telefonseelsorge anbieten: bei Tag und bei Nacht da sein, den Menschen zuhören, sie begleiten, hellhörig sein auf suizidale Signale. Es ist ein hartnäckiges Vorurteil, dass man die Menschen nicht auf ihre Suizidgedanken ansprechen darf. „Es gibt so Tage, da würde ich gerne mit jemandem reden!“ Mit diesem Slogan lädt die Telefonseelsorge zum Gespräch ein. Es ist hilfreich, wenn sich die Menschen ihre Sorgen von der Seele reden können. Ohne große Schwelle. Eine Prävention im umfassenden Sinne. „Zuhören können“ und „achtsam sein“ sind die Güter, welche die Telefonseelsorge in die Waagschale legen kann. |